Layla
Layla

Layla

An Layla kommt gerade niemand vorbei. Viel Aufregung um einen Song, der in seiner Tiefe und kritischen Aussagekraft offensichtlich von den wenigsten verstanden wurde. Worum geht es? Eine vertiefende Textanalyse zeigt, dass die beiden Liedermacher die Managerin eines Etablissements beschreiben, dessen Eigner sehr glücklich über die getroffene Personalauswahl ist. Sie wollen damit jungen Frauen Mut machen, sich um Führungspositionen in der Wirtschaft zu bewerben.

Die Autoren stellen dabei eine vergleichende Betrachtung an („schöner, jünger, geiler“), wobei offen bleibt, wer diesem Vergleich unterzogen wird. Ist es der durch das offensive Marketing angesprochene junge Mann? Seine Frau, die daheim die Kinder hütet und das Essen bereitet? Oder sind es gar Managerinnen von Konkurrenzunternehmen? Das wird ganz geschickt offen gelassen und kann so als subtile Kritik an der Überalterung der Gesellschaft verstanden werden.

Zugleich ist das Werk ein glühender Appell für Toleranz und Inklusion, weil hier einem stotternden jungen Mann („La-la-la-la-la-la-la-la-layla“) die Gelegenheit gegeben wird, einer erfolgreichen jungen Frau seine Liebe zu gestehen.

Insgesamt also ein Werk, das langfristig mehr für eine offene und tolerante Gesellschaft bewirken wird, als so mancher liberale Gesetzentwurf.

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